Neurodermitis betrifft vor allem Kleinkinder

Rund 23 % aller Babys und Kleinkinder leiden unter der entzündlichen Hauterkrankung.1 Neurodermitis tritt selten vor dem dritten Lebensmonat auf. Kennzeichen sind bei Säuglingen juckende Hautrötungen an den Streckseiten von Armen und Beinen und im Gesicht.

Ein erstes Zeichen ist häufig der sogenannte „Milchschorf“ am Kopf – ein krustiger Hautausschlag, der Ähnlichkeit mit im Topf angebrannter Milch hat. Er ist auf den ersten Blick schwer zu unterscheiden vom Kopfgneis, einem weiteren typischen Säuglingsekzem, das aber einer anderen Erkrankung (Seborrhoe) zuzuordnen ist.

Bei Kleinkindern und Jugendlichen treten die Symptome eher an den Beugefalten der Gelenke sowie im Nacken und an den Händen auf. Die Erkrankung führt zu einer flächigen Verdickung der Haut; auch Verkrustungen sind typisch. Später können auch stark juckende Knötchen und Pusteln hinzukommen.

Wegen ihrer dünneren, empfindlicheren Haut und aufgrund der Tatsache, dass man sie kaum vom Kratzen abhalten kann, gestaltet sich bei Babys und Kleinkindern die Behandlung oft besonders schwierig.

1DAZ Nr.52, 28.12.2017, 157. Jahrgang, S. 74 f.