Schuppenflechte ist weit verbreitet

Rund um den Globus leiden schätzungsweise 125 Millionen Menschen an Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt. Sie äußert sich durch scharf begrenzte, rötlich-entzündete sowie verdickte und juckende Areale mit silbrig-weißen Schuppen; häufig an den Gelenken, bevorzugt an den Ellenbogen oder Kniescheiben. Erste Anzeichen können sich auch auf der Kopfhaut darstellen. Aber auch alle anderen Körperteile können von dieser chronischen Hautkrankrankheit befallen werden.

Im Gegensatz zur Neurodermitis, die vorwiegend Babys und Kleinkinder betrifft, tritt die Schuppenflechte hauptsächlich im Erwachsenenalter auf. Es lassen sich zwei Psoriasis-Typen unterscheiden, die wiederum eine sehr unterschiedliche Altersstruktur aufweisen: Der Frühtyp tritt meistens im zweiten bis dritten Lebensjahrzehnt in Erscheinung. Die seltenere Typ-2-Psoriasis zeigt sich hingegen meist erst nach dem vierten Lebensjahrzehnt.

Ein weltweites Problem

Schuppenflechte entsteht durch genetische Veranlagung; sie ist nicht ansteckend. Heilbar allerdings auch nicht: Millionen Betroffene weltweit sind deshalb auf medizinische Versorgung angewiesen, die ihre Beschwerden effektiv lindern oder idealerweise komplett unterdrücken kann. Im Jahr 2014 hat die WHO daher einen Psoriasis-Beschluss verabschiedet und die Schuppenflechte als fünfte nichtinfektiöse Erkrankung in die WHO-Liste der besonders schweren Krankheiten aufgenommen.