Antimykotika sind häufig nicht notwendig!

Häufig werden bei Windeldermatitis schon präventiv Antimykotika (Antipilzmittel) mit dem Wirkstoff Nystatin angewandt. Für den empfindlichen Säuglings-Organismus kann das eine unnötige Belastung darstellen. Erst bei einer Besiedelung durch Hefepilze (wissenschaftlich: Candida albicans, verursacht Windelsoor) bietet der Einsatz einer Salbe mit Antimykotikum einen echten Mehrwert!

Die Grundzüge der Windeldermatitis-Therapie laut den "ABCDE"-Regeln:

A steht für "air", also Luft: Das Okklusiv-Klima (die feucht-warme Atmosphäre unter der geschlossenen Windel) muss unterbrochen werden und der Baby-Po so oft wie möglich unbedeckt bleiben dürfen.

B steht für "barriers". Damit ist die Hautbarriere gemeint. Sie muss geschützt werden, um sich regenerieren zu können. Die Anwendung von Zinksalbe ist eine bewährte Methode, um die Haut gleichzeitig zu schützen und die Regeneration zu fördern.

C steht für "cleansing". Sauberkeit ist oberstes Gebot! Deshalb: Windelwechsel alle 3–4 Stunden.

D steht für "diapers", also die Windeln. Moderne Superabsorber-Windeln können die Babyhaut wesentlich trockener halten als Stoffwindeln oder Einwegwindeln ohne Gelkissen. Der Nachteil: Der empfindliche Babypo ist länger einem Okklusiv-Klima ausgesetzt!

E steht für "education". Eltern sollten sich über die Zusammenhänge informieren, statt auf angebliche „Wundermittel“ zu setzen.


Windeldermatitis – die richtige Behandlung

Mirfulan ist nicht nur seit über 75 Jahren bewährt, sondern auch eine vom Kinderarzt gerne verordnete Salbe bei Windeldermatitis ohne Pilzinfektion. Damit lässt sich das Problem meist schon bei den ersten Anzeichen in den Griff bekommen.

Mythos oder Wahrheit:

Muttermilch heilt die wunden Stellen – stimmt's?

Muttermilch ist eine großartige Sache, aber vor allem zur Ernährung des Babys! Hebammen empfehlen gelegentlich, wunde Stellen einfach mit ein wenig Muttermilch zu bestreichen und trocknen zu lassen. Das sehen wir dagegen eher kritisch: Der Milchzucker darin könnte nämlich das Wachstum von Hefepilzen fördern! Wirksamer ist in jedem Fall eine zinkhaltige Wund- und Heilsalbe.


2 von 3 Säuglingen leiden mindestens einmal im Leben unter Windel­dermatitis

Windel­dermatitis tritt am häufigsten im Alter zwischen 9 bis 12 Monaten auf.