Unsere Haut – Schutzschild und sensibles Organ

Die Haut ist mit einer Oberfläche von bis zu zwei Quadratmetern unser zweitgrößtes Organ. Sie erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben: Sie schirmt uns gegen Krankheitserreger, Hitze und Kälte ab, schützt vor UV-Strahlung und verhindert, dass der Körper austrocknet. Millionen von Nervenzellen gewährleisten Tastsinn, Temperatur- und Schmerzempfinden.

Soviel Gutes sollten wir unserer Haut danken: Mit einer insgesamt gesunden Lebensweise, der täglichen Reinigung, gefolgt von einer zum Hauttyp passenden Pflege sowie ausreichend Schlaf zur Regeneration kann man ihr bereits einen großen Dienst erweisen.

Die drei Hautschichten

Obwohl die Haut rund ein Sechstel der Körpermasse ausmacht, ist sie doch nur wenige Millimeter dick. Sie gliedert sich in drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.

Die Oberhaut – fachsprachlich Epidermis genannt – ist eine Schicht von rund 0,1 Millimeter, an besonders strapazierten Körperstellen wie den Fußsohlen bildet sie auch eine bis zu 5 Millimeter starke Hornhaut. Die unterste Schicht der Epidermis ist die sogenannte Basalmembran, die immer neue Hautzellen bildet. Die neu gebildeten Hautzellen „wandern“ innerhalb von 4–6 Wochen an die Hautoberfläche und werden schließlich als Hornzellen abgestoßen (z. B. als Schuppen). Auch die Pigmentzellen, die für die Sonnenbräune sorgen, sind in der untersten Schicht angesiedelt.

Darunter liegt die Lederhaut. Sie gliedert sich in eine dünnere Zone aus lockerem Bindegewebe und eine dickere aus kräftigen Kollagenfasern. Durch die Lederhaut verlaufen Blutgefäße und Nervenfasern, mit denen wir Sinnesreize wie Temperatur, Druck, Schmerz und Juckreiz wahrnehmen.

Die Unterhaut schließlich besteht vor allem aus Fettgewebe. Dieses dient als Kälteschutz und Energiespeicher. Es ist durchzogen von größeren Blutgefäßen und dickeren Nervensträngen, aber auch die Haarwurzeln sowie Drüsen für Talg und Schweiß sind hier angesiedelt.