So verändert sich die Haut mit der Zeit

So weich und zart wie im Babyalter fühlt sich unsere Haut nie wieder an! Das liegt daran, dass Babyhaut sehr reich an Feuchtigkeit ist und noch keine ausgeprägte Hornschicht ihre Oberfläche schützt. Die Fettproduktion der Haut und die Schweißdrüsen müssen erst noch in Gang kommen; solange kann sich auch der Säureschutzmantel noch nicht voll entwickeln. Dementsprechend ist Babyhaut sehr zart, aber auch sehr empfindlich: Sie neigt leichter zum Austrocknen, hat den Angriffen von Pilzen und Bakterien noch weniger entgegenzusetzen und verfügt auch über einen geringeren UV-Schutz als die eines Erwachsenen.

Babyhaut und reife Haut brauchen besondere Zuwendung

Interessant ist, dass die Haut eines Menschen in fortgeschrittenem Alter ganz ähnliche Bedürfnisse hat wie die eines Babys. Denn wenn wir älter werden, verändert sich auch unsere Haut: Ihre Fähigkeit, Fett und Feuchtigkeit zu speichern und zu produzieren, nimmt wieder ab. Die Haut braucht auch in höherem Alter wieder besondere Pflege und Zuwendung. Auch die Fähigkeit Kollagen zu produzieren, nimmt wieder ab. Kollagen ist ein Eiweißbaustein und Hauptbestandteil der elastischen Fasern in der Lederhaut. Dementsprechend wird die Haut zunehmend trockener und spröder und sie bildet vermehrt Falten.

Weil die Hautzellen sich langsamer erneuern als in jungen Jahren, wird die Haut dünner und empfindlicher. Verletzungen treten leichter auf und heilen nicht mehr so schnell ab. Da auch die Schweiß- und Talgdrüsen ihre Aktivität verlangsamen, ist außerdem der Säureschutzmantel nicht mehr so effektiv – das Risiko für Juckreiz, Ekzeme und Entzündungen steigt.